Meine erste Begegnung mit Hypnose hatte ich mit acht Jahren – lange bevor ich wusste, was Hypnose überhaupt ist. In einem Buch las ich, dass man Hühner hypnotisieren kann. Meine kindliche Logik war simpel: Wenn das mit Hühnern geht, dann auch mit meinem Wellensittich. Eine Anleitung hatte ich nicht, aber Zeit und Neugier. Und so hypnotisierte ich meinen Vogel regelmäßig – intuitiv und erstaunlich erfolgreich.
Viele Jahre später ließ mich das Thema nicht los. Es faszinierte mich weiterhin, aber es war eine andere Zeit: kein Internet, keine frei zugänglichen Informationen, und selbst in Bibliotheken fand sich dazu nichts Belastbares. Als ich meinen Vater, der aus dem Showgeschäft kommt, nach Showhypnose fragte, winkte er ab. Alles sei abgesprochen, alles Tricks und Show.
Damals wusste ich noch nicht, dass Hypnose medizinisch anerkannt ist und seit Jahrzehnten seriös angewendet wird. Für mich als Logikerin war das Thema damit erledigt. Ich ordnete Hypnose als Scharlatanerie ein und legte es innerlich in die Schublade Esoterik.
Bis ich selbst eine echte Hypnose erlebte. Diese Erfahrung stellte meine Annahmen komplett auf den Kopf. Hypnose funktionierte. Ab diesem Moment ging alles schnell: Ich absolvierte mehrere Hypnoseausbildungen bei internationalen Hypnotiseuren aus den USA, England und Frankreich, vertiefte mein Wissen systematisch und entwickelte meine eigenen Techniken kontinuierlich weiter.
Ich habe mich auf die Arbeit mit Stress und Ängsten spezialisiert. Nicht zufällig: Hinter den meisten Problemen steht letztlich Angst – Angst vor Ablehnung, vor der Zukunft, vor Misserfolg oder Kontrollverlust.
Hypnose ist für mich kein Trick und mehr als Show – sondern ein wirkungsvolles Werkzeug für echte Veränderung.